Neun Schüler der Unesco-Schule machen den Demokratieführerschein und verschaffen sich durch eine Projektarbeit Einblicke in die Politik
Wie funktioniert Politik? Und vor allem: Wie können meine Interessen vertreten werden? Mit diesen Fragen setzen sich momentan neun Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Unesco-Schule während des Projektes „Mitmischen in deiner Stadt! – Der Demokratieführerschein für Essener Jugendliche“ auseinander.
Die Landeszentrale für politische Bildung hat dieses Pilotprojekt gemeinsam mit der Volkshochschule entwickelt und möchte damit Jugendliche näher an die Kommunalpolitik heranführen. Ziel ist es, dem politischen Desinteresse der Jugendlichen sowohl praktisch al auch theoretisch entgegenzuwirken.
„Schüler denken oft, dass Politik immer sofort eine Lösung hat. Dass es aber zuvor bestimmter Abstimmungsprozesse bedarf, solen sie bei diesem Projekt lernen“, sagt Unesco-Schulleiter Norbert Kleine-Möllhoff, der dieses Projekt für eine sehr gute Ergänzung zum Unterricht hält.
Um den „Demokratieführerschein“ zu erhalten, müssen die Schüler neben der Verfolgung eines konkreten Praxisproblems, das sie sich selbst ausgesucht haben, am Ende des Projektes im Dezember auch noch einen kleinen Test bestehen. „Sie bekommen dann ein Zertifikat ausgehändigt, das sie später für ihre Bewerbungsunterlagen verwenden können“, erklärt Günter Hinken von der VHS.
Die neun Schüler der Unesco-Schule, die sich dem Projekt alle freiwillig angeschlossen haben, haben sich das Thema „Verkehrssicherheit“ ausgesucht. Ein Zebrastreifen soll her und Fußgängern an Viehofer Straße / Fontänengasse mehr Sicherheit bieten. „Denn das ist dort eine sehr gefährliche Stelle für Schüler auf ihrem Schulweg“, sagt Yara Hussein, Projektteilnehmerin. Jetzt heißt es: mit Ämtern und Verwaltungen telefonieren sowie Umfragen starten, denn: „Wir wollen ja was erreichen“, erklärt die 16-jährige Sarah Schwarz.
Von Katharina Paris, WAZ