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Schüler lesen in der „Casa I“
Von Susanne Heemeyer
Außergewöhnliche Begegnungen: In einer zweisprachigen Lesung lassen Magdalena Gwizdalski und Alexander Malyschew, Schüler des Essener Aufbau-Gymnasiums, jetzt zwei junge Menschen zu Wort kommen, die ihr kurzes Leben im Ghetto verbracht haben. Die Veranstaltung – eine Kooperation zwischen Theater und Schule – findet am Montag, 26. März, um 20 Uhr, in der Casa I statt. Der 18-jährige Alexander hat sich mit dem Tagebuch von Janina Hescheles auseinander gesetzt. Das 12-jährige Mädchen schildert in ihren Aufzeichnungen den Einmarsch der Deutschen in Lemberg – Alexanders Heimatstadt.
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Für den Essener Gymnasiasten eine außergewöhnliche Begegnung: „Ich kenne die Straßen, von denen das Mädchen erzählt“, sagt der aus der Ukraine stammende Schüler, der die Einträge selbst ins Deutsche übersetzt hat. Seine polnische Mitschülerin Magdalena widmete sich in iher Freizeit dem Tagebuch des gleichaltrigen Dawid Sierakowiak, der in zwei Schulheften von seinen Eindrücken im Ghetto von Lodz erzählt. „Er war genauso alt wie ich“, sagt die 17-jährige, entsetzt von den geschilderten Erfahrungen. Drei Schauspieler aus dem Grillo-Ensemble werden am Montag die in Originalsprache felesenen Texte ins Deutsche übersetzen. Die Lesung wird musikalisch begleitet von Dilan Neumann. Die Studentin singt jiddische Lieder.
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